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Auf dem Steam Market verkauft, aber kein Geld im Guthaben: Ausstehend oder nicht?

Auf dem Steam Market verkauft, aber das Guthaben bleibt gleich? Prüfreihenfolge für Verlauf, Beleg und Hinweis sowie die Entscheidung: warten oder Support.

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Der Gegenstand steht nicht mehr in deiner Liste, vielleicht liegt sogar eine Verkaufs-E-Mail im Postfach, und das Guthaben oben rechts in Steam zeigt noch den alten Betrag. Dahinter kann Verschiedenes stecken. Der Verkauf hat nie stattgefunden. Das Geld ist längst da und wurde nur nicht wiedererkannt. Der Erlös wird zurückgehalten. Oder der Fall lässt sich mit dem, was Valve veröffentlicht hat, nicht erklären. Diese vier Ausgänge sortierst du hier in einer festen Reihenfolge, und am Ende steht die Frage, ob du wartest oder den Steam-Support einschaltest.

Ein Befund vorab, weil er die ganze Anlage bestimmt: In den Valve-Seiten, die ich dafür gelesen habe, kommt weder ein Zustand „Verkauf fehlgeschlagen“ vor noch eine Regel, nach der Verkaufserlöse zurückgehalten werden. Gelesen habe ich am 27. Oktober 2026 die englischen Fassungen der Markt-FAQ, der Seiten zu Trade und Market Holds, zum Mobile Authenticator, zu Handels- und Marktbeschränkungen, zu Bestätigungen und zum Steam-Guthaben, dazu den Steam-Abonnentenvertrag (Subscriber Agreement) und die Support-Seite zum Community Market, wie sie ohne Anmeldung aussieht. Die deutschen Fassungen kenne ich nicht, und Bezeichnungen im deutschen Client können abweichen. Ich habe nichts verkauft, und den Marktverlauf hinter der Anmeldung habe ich nicht gesehen. Was ich außerhalb von Valves Seiten zu zurückgehaltenen Erlösen gefunden habe, sind drei Forenbeiträge; in zwei davon zitieren Nutzer den Text einer Verkaufs-E-Mail, im dritten geht es um die Wartezeit und um Vermutungen zu den Gründen; wo ich mich darauf stütze, steht es dabei. Dass Valve solche Erlöse nirgends erwähnt, heißt allerdings nicht, dass es sie nie zurückhält.

Zwei Beiträge dieser Website grenzen an das Thema. Steam-Guthaben fehlt widmet dem Marktverkauf den Abschnitt Der Gegenstand ist verkauft, der Erlös wird zurückgehalten, dazu eine Rechnung, die auch spätere Ausgaben einbezieht (Beim Abgleichen zählen auch Käufe seit der Buchung), und eine Vorlage für die Anfrage beim Support (Erzähle dem Support den Ablauf einer konkreten Transaktion). Wer eine Aufladung vermisst, ist dort richtig. Steam Trade Hold oder Market Hold erklärt, was zwischen Angebot und Markt passiert. Neu ist hier die Einteilung in vier Zustände und eine Regel, ab wann Warten aufhört und eine Anfrage sinnvoll wird. Die Grafiken sind Schemata und keine Steam-Screenshots.

Vier Signale, die nach „verkauft“ aussehen, und was jedes wirklich belegt

Vier Signale und ihre Aussage: Der Gegenstand fehlt im Inventar (kein Beweis, denn ein aktives Angebot lässt sich noch zurückziehen), die Verkaufs-E-Mail (ein Beleg, sagt aber nicht, ob das Geld nutzbar ist), der Eintrag im Marktverlauf (der direkteste Nachweis) und das verfügbare Guthaben (nur nutzbares Geld, ausstehende Beträge sind eine eigene Frage)

Nach einem Verkauf melden sich meist vier Dinge, und jedes sagt etwas anderes.

SignalWas es belegtWas es offenlässt
Der Gegenstand fehlt im Inventardass er dort nicht mehr angezeigt wirdob er verkauft ist, denn ein aktives Angebot lässt sich noch zurückziehen
Verkaufs-E-Maildass ein Beleg verschickt wurdeob der Betrag schon nutzbar ist
Eintrag im Marktverlaufder direkteste Nachweis, dass der Verkauf abgeschlossen istwo der Betrag gerade liegt
Verfügbares GuthabenGeld, das du ausgeben kannstob ein ausstehender Betrag existiert

Zum Gegenstand: Laut Markt-FAQ stehen alle deine aktuellen Angebote oben auf der Startseite des Community Market, und jedes lässt sich dort über die Schaltfläche „Remove“ (so heißt sie in der englischen Fassung) zurückziehen, solange niemand gekauft hat. Wie ein eingestellter Gegenstand im Inventar aussieht, steht auf den Seiten, die ich gelesen habe, nirgends. Vom Verschwinden aus der Liste auf einen Verkauf zu schließen, geht deshalb einen Schritt zu weit.

Die E-Mail ist ein Beleg: Valve schreibt, dass zu jeder Markttransaktion einer per E-Mail kommt. Dass ein Beleg existiert, sagt aber nichts darüber, ob du den Betrag gleich ausgeben kannst. Außerdem warnt Valves Authenticator-FAQ vor Adressen, die wie Valve-Adressen aussehen. Klick deshalb keinen Link in der Mail an, sondern öffne Steam selbst und suche dort dieselbe Transaktion.

Beim Guthaben hilft ein genauer Blick auf das Wort: Die Wallet-FAQ nennt die Zahl neben dem Profilnamen das aktuell verfügbare Guthaben. Eine unveränderte Zahl kann also bedeuten, dass nichts angekommen ist, oder dass etwas angekommen ist, das du noch nicht ausgeben kannst. Zwischen beiden unterscheidet sie nicht.

Meine Reihenfolge: Zuerst der Marktverlauf. Steht dort nichts und liegt auch kein Beleg vor, bist du im Fall „kein Verkauf“ und liest weiter im Abschnitt „Ohne Verkauf gibt es nichts abzuwarten“. Gibt es einen Eintrag oder einen Beleg, suchst du das Geld, beginnend mit dem Abschnitt „Verlauf und Beleg“. Liegt nur die Mail vor und der Verlauf zeigt nichts, kläre zuerst, ob die Mail überhaupt von Steam kommt.

Bis du weißt, in welchem Fall du bist, stellst du denselben Gegenstand nicht noch einmal ein und kaufst auch keinen Ersatz auf Verdacht. Das ist meine Empfehlung und keine Anweisung von Valve. Sie erspart dir Buchungen, die du später gegeneinander aufrechnen müsstest.

Ohne Verkauf gibt es nichts abzuwarten: Bestätigung, Hold, Beschränkung

Vier Zeilen zu dem, was vor einem Verkauf liegt: ein nicht bestätigtes Angebot wird nie eingestellt (Bestätigung per E-Mail oder Mobile App), der Market Hold (Steam behält den Gegenstand, bis er auf dem Markt verfügbar ist), die Länge des Holds in den FAQs (bis zu 15 Tage, wenn 7 Tage lang kein Authenticator aktiv war) und die Kontobeschränkung (Steam zeigt den Grund meist beim Einstellen)

Findest du weder im Verlauf noch im Postfach einen Verkauf, wartest du auf Geld, das es noch nicht gibt. Dann ist zu klären, wo das Angebot hängt. Das macht Steam Trade Hold oder Market Hold in sieben Schritten, die bei der beabsichtigten Aktion und den Datumsangaben am Gegenstand beginnen. Dieser Beitrag setzt anders an, weil seine Ausgangsfrage lautet, ob es überhaupt einen Verkaufseintrag gibt. Wer sein Angebot auf dem Markt gar nicht sieht, folgt besser den sieben Schritten dort. Hier genügen die Abzweigungen.

Ein nicht bestätigtes Angebot wird nicht veröffentlicht. Nach Valves Seite zu Handels- und Marktbestätigungen muss ein Angebot auf dem Markt per E-Mail oder in der Steam Mobile App bestätigt werden, in der App, wenn du einen Mobile Authenticator nutzt. Schau in der App und im Postfach nach offenen Anfragen.

Der Market Hold betrifft den Gegenstand, nicht das Geld. Die Seite zu Trade und Market Holds beschreibt ihn als Zeitraum nach dem Anlegen eines Verkaufsangebots, in dem Steam den Gegenstand zurückhält, bevor er auf dem Markt verfügbar ist. Ein Käufer ist in dieser Phase noch nicht im Spiel, also gibt es auch keinen Erlös. Die Fristen: Ohne einen Mobile Authenticator, der mindestens 7 Tage aktiv war, kann ein Hold bis zu 15 Tage dauern. Angebote, die vor dem Hinzufügen des Authenticators oder in den ersten 7 Tagen danach entstehen, werden 15 Tage gehalten. Angebote, die mehr als 7 Tage danach entstehen, werden nicht gehalten, und der Authenticator verkürzt bestehende Holds nicht. Die Hintergründe liefert Warum Steam deinen Handel bis zu 15 Tage zurückhält. Ich habe die englische Fassung der Hold-Seite gelesen; die deutsche kenne ich nicht.

Eine Kontobeschränkung lässt den Verkauf gar nicht erst beginnen, fehlgeschlagen ist dann nichts. Die FAQ zu Handels- und Marktbeschränkungen schreibt, der Grund werde in der Regel angezeigt, wenn du die Aktion versuchst. Sie sagt auch, dass der Steam-Support Beschränkungen nicht ändern kann. Welche Arten es gibt, ordnet Warum dein Steam-Artikel nicht handelbar oder vermarktbar ist.

Und schließlich der einfachste Fall: Steht das Angebot noch oben auf der Markt-Startseite, hat niemand gekauft. Du kannst es zurückziehen, der Gegenstand ist im Inventar, und es gab keinen Verkauf. Dann musst du dich um das Guthaben nicht weiter kümmern.

Verlauf und Beleg: Das schreibst du auf, bevor du vergleichst

Tabelle mit vier Zeilen zu Verlauf und Beleg: wo du nachsiehst (oben auf der Markt-Startseite oder unter Kontodetails im Steam-Store), der Beleg (Valve nennt eine E-Mail pro Markttransaktion), was du notierst (Gegenstand, Zeit mit Zeitzone, erhaltener Betrag, Hinweis auf eine Zurückhaltung) und womit du vergleichst (der Betrag auf dem Beleg, nicht der Preis des Käufers)

Den Marktverlauf findest du laut Markt-FAQ oben auf der Startseite des Community Market und auf der Seite Kontodetails im Steam-Store. Valve schreibt außerdem, dass für jede Markttransaktion ein Beleg per E-Mail verschickt wird. Auch im Support-Bereich zum Community Market führt die Auswahl, den Verlauf der Marktaktivität sehen zu wollen, auf den Verlaufs-Tab des Markts (#myhistory). Den Verlauf selbst habe ich nicht geöffnet, weil dafür eine Anmeldung nötig ist. Was dort steht, kann ich dir also nicht beschreiben.

Wenn dort ein Verkauf steht, werden Verlauf und Beleg zur Grundlage für alles Weitere. Ich würde Folgendes festhalten:

  • den Namen des Gegenstands
  • die Uhrzeit der Transaktion, mit Zeitzone
  • den Betrag, der auf dem Beleg als Erlös steht
  • den Statustext, der im Verlauf neben dem Eintrag steht, falls einer da ist
  • die Uhrzeit, zu der die E-Mail ankam
  • den Preis des Käufers, sofern der Verlauf ihn zeigt

Bei den Uhrzeiten ist Vorsicht angebracht. Nichts garantiert, dass E-Mail, Verlauf und Guthabenseite dieselbe Zeitzone verwenden. Schreib deshalb dazu, welche es ist, und bei einem Verkauf kurz vor oder nach Mitternacht auch das Datum.

Verglichen wird mit dem Betrag auf dem Beleg. Der Preis des Käufers und dein Erlös können wegen der Gebühren auseinanderliegen; wie das zustande kommt, erklärt Wie werden Steam-Marktgebühren berechnet?. In der Markt-FAQ zahlt der Käufer die Steam-Transaktionsgebühr, und für einige Spiele nennt die FAQ zusätzliche spielbezogene Gebühren. Eine Differenz zum Käuferpreis muss deshalb noch kein Verlust sein.

Den Statustext schreibst du genau so ab, wie er dasteht. In einem Steam-Forum schrieb ein Nutzer am 26. April 2023, die Verkaufs-E-Mail sei seit etwa sechs Stunden da, der Marktverlauf zeige „pending“, und im Guthaben sei kein Geld. Ob dein Verlauf dasselbe Wort an derselben Stelle zeigt, weiß ich nicht, und im deutschen Client kann es anders heißen. Übersetze und fasse deshalb nicht zusammen. Notiere die Zeichen so, wie sie auf dem Bildschirm stehen, und dazu den Zeitpunkt, an dem du sie gelesen hast; beim Support ist das später das Brauchbarste.

Fehlt der Statustext, ist damit nichts ausgeschlossen. Ich weiß nicht, wo er erscheint, wenn es ihn gibt. Hast du keinen Hinweis gefunden, ziehst du keinen Schluss und gehst weiter zur Guthabenseite.

Das verfügbare Guthaben und ein ausstehender Betrag sind zwei verschiedene Zahlen

Tabelle mit vier Zeilen zur Guthabenseite: die Zahl im Kopf ist das verfügbare Guthaben, ein „pending wallet balance“ kommt nur in einer zitierten E-Mail von 2023 vor und wird in den gelesenen FAQs nicht erklärt, der 2-Stunden-Schritt der Wallet-FAQ gilt für Aufladungen und nicht für Markterlöse, und das Konto, das den Gegenstand eingestellt hat, muss das angesehene Konto sein, weil sich Guthaben nicht zwischen Konten verschieben lässt

Die Wallet-FAQ erklärt, wo das verfügbare Guthaben steht, nämlich oben rechts neben dem Profilnamen. Die E-Mail, die ein Nutzer im April 2023 in einem Forenbeitrag zitierte (ein ähnlicher Text folgte im September 2024), sagt dagegen, das Geld werde in der Zwischenzeit im „pending wallet balance“ geführt, dem ausstehenden Guthaben. Es gibt demnach zwei Bezeichnungen. Dass die Zahl oben rechts unverändert ist, beweist weder, dass nichts eingegangen ist, noch, dass das Geld ausstehend ist.

Wo ein ausstehender Betrag in Steam angezeigt wird, habe ich in keiner Valve-Seite gefunden. Nutzer berichten Verschiedenes: Am 27. April 2023 wies jemand auf einen Hinweis im Transaktionsverlauf des Guthabens hin, der 1 bis 2 Tage nannte. Im Juli 2024 antwortete jemand auf die Frage nach der Dauer, die Seite Kontodetails zeige sie an, und der Fragesteller schrieb, dort stünden 1 bis 2 Tage. Das sind Einzelberichte. Ob und wo dein Konto etwas anzeigt, siehst du nur, wenn du nachsiehst.

Den Zwei-Stunden-Schritt der Wallet-FAQ solltest du nicht auf Verkaufserlöse übertragen. Die Reihenfolge dort (E-Mail-Beleg prüfen, richtiges Konto, Client neu starten, nach zwei Stunden den Support kontaktieren) ist für Guthaben geschrieben, das du durch einen Kauf aufgeladen hast. Für Markterlöse nennt keine der gelesenen Seiten eine Frist von zwei Stunden. Auch ein Neustart des Clients entscheidet die Frage „ausstehend oder nicht“ nicht, denn Valve empfiehlt ihn für Markterlöse an keiner Stelle. Den Ablauf für Aufladungen findest du unter Bei einer Aufladung steht zuerst der Account auf dem Beleg.

Prüfe außerdem, ob du auf das Guthaben des Kontos schaust, das den Gegenstand eingestellt hat. Valve schreibt, Guthaben lasse sich weder verschenken noch auf ein anderes Steam-Konto übertragen, und die Markt-FAQ ergänzt, Erlöse könnten weder ausgezahlt noch auf ein anderes Konto oder auf ein Bank- oder Drittkonto verschoben werden. Wer mehrere Konten hat, verwechselt sie leicht. Was daraus folgt, steht in Kann man Steam-Wallet-Guthaben auf ein anderes Konto übertragen?.

Bleibt die Zahl unverändert, kommen drei Möglichkeiten in Betracht: Der Betrag steht im ausstehenden Guthaben, er ist angekommen und zwischenzeitlich für etwas anderes ausgegeben worden, oder er ist gar nicht angekommen. Die zweite Möglichkeit schließt du mit Kontostand vor dem Verkauf und späteren Ausgaben aus; die Rechnung steht im oben verlinkten Abschnitt der Guthaben-Anleitung. An dieser Stelle reicht eine Beobachtung: Ist der Erlös vom Beleg im verfügbaren Guthaben enthalten, oder wird er irgendwo als ausstehend oder wartend geführt?

Zu zurückgehaltenen Erlösen fand ich außerhalb von Valves Seiten nur Forenbeiträge

Fünf Zeilen aus Forenbeiträgen von 2023 und 2024, keine Valve-Hilfeseite: Steam hält das Geld bis zu fünf Tage zurück (so in zitierten E-Mails), das Geld liegt im ausstehenden Guthaben, eine Rückabwicklung ist laut Zitat möglich und der Gegenstand käme zurück, der Support kann den Vorgang laut Zitat nicht beschleunigen, und berichtete Wartezeiten reichen von etwa 24 Stunden bis zwei Tage, ein Nutzer nennt bis zu einer Woche

Zuerst die Lage bei Valve. Keine der gelesenen Seiten (Markt-FAQ, Trade und Market Holds, Mobile Authenticator, Handels- und Marktbeschränkungen, Bestätigungen, Wallet-FAQ, Subscriber Agreement) beschreibt, dass Verkaufserlöse zurückgehalten werden, ein ausstehendes Guthaben, eine Wartezeit für Erlöse oder einen Zustand „fehlgeschlagen“. Auch das Support-Thema Community Market hat keinen Eintrag zu fehlenden Erlösen. Was es dennoch gibt, sind Forenbeiträge: In zwei davon zitieren Nutzer einen Hinweistext, im dritten geht es um Wartezeit und Vermutungen; die Kopien dieser Beiträge habe ich am 27. Oktober 2026 gespeichert.

Am 30. April 2023 stellte ein Nutzer in einem Steam-Forum den Text einer Verkaufs-E-Mail ein, die er nach eigener Angabe erhalten hatte. Die wesentlichen Stellen: Der Kaufpreis dieses Gegenstands sei „unusual“, also ungewöhnlich. Der Erlös werde „held by Steam for up to five days“, bis zu fünf Tage von Steam zurückgehalten, und sei in dieser Zeit im „pending wallet balance“ enthalten. Die Transaktion „may be reversed and the item returned to your Steam Inventory“, könne also rückgängig gemacht und der Gegenstand ins Inventar zurückgegeben werden. Und: „Steam Support cannot modify or accelerate this process“. Das Original der Mail konnte ich nicht prüfen.

Gut 16 Monate später, am 14. September 2024, tauchte in einem anderen Beitrag fast derselbe Text auf. Der Hinweis auf den ungewöhnlichen Preis, die fünf Tage und das ausstehende Guthaben sind gleich; der Satz zur Rückabwicklung ist anders. 2023 hieß es „If necessary, the transaction may be reversed“, 2024 „In some situations, Steam Support may reverse the transaction and return the item“. Beide Zitate stammen von Nutzern, beide Mails kann ich nicht einsehen, und wie die Mail heute lautet, weiß ich nicht. Für diesen Beitrag gelten sie darum nur als das, was Nutzer 2023 und 2024 zitiert haben, und nicht als Regel.

Auf denselben Beitrag von 2024 stützt sich auch das Beispiel in Steam-Guthaben fehlt. Beide Beiträge behandeln den Text als eine von einem Nutzer abgeschriebene Mail und nicht als Mitteilung von Valve. Der Unterschied liegt in der Gewichtung: Dort wird der Hinweis vor dem Rechnen gelesen, hier ordne ich ihn als Material außerhalb der Valve-Seiten ein.

Warum ein Verkauf als ungewöhnlich gilt, sagt der Text nicht. Die Berichte im Thread von 2023 passen nicht zu einer einfachen Erklärung: Jemand schrieb am 10. Mai, sein Skin für 4 Dollar sei zum Marktpreis verkauft worden und trotzdem ausstehend. Am 16. Mai fragte jemand, warum eine Sammelkarte zum Angebotspreis als ungewöhnlich gelte. Am 11. Mai berichtete jemand, die Erlöse für drei Karten hätten zwei Tage festgesessen. In einem Beitrag, der im Juli 2024 begann, vermutete im September ein Nutzer etwas über die Währung des Käufers. Das alles sind Vermutungen und Einzelbeobachtungen. Welche Verkäufe zurückgehalten werden, lässt sich daraus nicht ablesen.

Bei der Dauer sieht es ähnlich aus. Die zitierte Mail sagt: bis zu fünf Tage. Die Berichte streuen: ein Hinweis auf 1 bis 2 Tage (27. April 2023), Geld nach etwa 24 Stunden (17. Mai 2023), etwa zwei Tage (11. Mai 2023), ein Hinweis auf 1 bis 2 Tage auf der Seite Kontodetails (Juli 2024). Am 14. September 2024 schrieb ein Nutzer, meist dauere es 1 bis 2 Tage, manchmal bis zu einer Woche. Alle sind Einzelfälle. Fünf Tage ist die Obergrenze, die in einer von Nutzern zitierten Mail steht, und kein Beleg dafür, dass sie für deinen Verkauf gilt. Ob eine Mail so etwas heute noch enthält, ist wie gesagt offen.

Der Satz zur Rückabwicklung ist leicht zu überlesen. Beide Zitate sind bedingt formuliert („may be reversed“, „may reverse“). Wenn das so stimmt, kann eine Zurückhaltung auf zwei Arten enden: Der Betrag wird verfügbar, oder der Verkauf wird rückgängig gemacht und der Gegenstand kehrt zurück. So lese ich das Zitat; nachgewiesen ist es nicht. Nach Ablauf einer genannten Frist gehört deshalb auch das Inventar in die Kontrolle, nicht allein das Guthaben. Unter welchen Bedingungen Steam einen Verkauf rückgängig macht, steht in keiner der Quellen.

Eine Planungsregel, die allein von mir kommt: Erlöse vom Markt gehören nicht in Käufe, die zu einer bestimmten Zeit klappen müssen. Das rät in beiden Threads von 2024 auch ein Nutzer mit demselben Anzeigenamen, aber eine Dokumentation ist es nicht. Es ist eine Haltung im Umgang mit Geld, das möglicherweise zurückgehalten wird.

Zum Support: Der zitierte Text sagt, er könne den Vorgang nicht ändern oder beschleunigen. In der FAQ zu Beschränkungen steht zwar, der Support könne Beschränkungen nicht ändern, aber das betrifft Beschränkungen und nicht zurückgehaltene Erlöse, deshalb übertrage ich es nicht.

Vier Fragen trennen Normalfall, Zurückhaltung und Verkauf, der nicht stattfand

Vier nummerierte Fragen in fester Reihenfolge: 1. Verkaufseintrag oder Beleg? (nein: nichts abzuwarten, zurück zur Angebotsseite), 2. Beleg-Betrag im Guthaben? (ja: normal, vergleiche zuerst die Gebühren), 3. Hinweis auf Zurückhaltung? (ja: ausstehend, Text und Zeitpunkt sichern), 4. nichts davon: den Support mit den Unterlagen kontaktieren

Für „fehlgeschlagen“ gibt es in den gelesenen Dokumenten keinen Begriff, also zuerst, was sie hergeben. Entweder gibt es noch keinen Verkauf. Oder er ist abgeschlossen, und dann kann laut Markt-FAQ eine abgeschlossene Markttransaktion weder rückgängig gemacht noch erstattet werden. Ein Weg für Verkäufer, eine Transaktion zurückzunehmen, ist nicht beschrieben, und eine Rückabwicklung kommt in dem Material nur in zwei Formen vor: Die Markt-FAQ sagt, es gebe keine, und die zitierten Mails nennen sie als Schritt, den Steam gegebenenfalls selbst unternimmt. Einen Zustand, in dem Gegenstand und Geld weg sind und der Verkauf trotzdem als abgebrochen gilt, habe ich nirgends gefunden. Statt über „fehlgeschlagen“ zu urteilen, stellst du vier Fragen nacheinander.

1. Steht im Verlauf oder auf einem Beleg ein abgeschlossener Verkauf? Wenn nicht, gibt es kein Geld, das du suchen müsstest. Du gehst zurück zur Angebotsseite (Abschnitt „Ohne Verkauf gibt es nichts abzuwarten“): offene Bestätigungsanfrage, Market Hold, Beschränkung, ein Angebot, das noch niemand gekauft hat. 2. Ist der Betrag auf dem Beleg im verfügbaren Guthaben angekommen? Dann ist es der Normalfall. Passt die Summe nach Abzug späterer Ausgaben nicht, prüfe zuerst, ob du mit dem Erlös auf dem Beleg verglichen hast und nicht mit dem Preis des Käufers. Der Unterschied ist gewöhnlich. 3. Findest du irgendwo (Verlauf, Mail, Guthabenseite) einen Hinweis auf Zurückhaltung oder Warten? Dann ordnest du den Fall als ausstehend ein. Nennt der Hinweis einen Zeitpunkt, schaust du dann noch einmal nach. Mehr ist in diesem Zustand nicht zu tun, außer Text und Lesezeitpunkt zu sichern. 4. Trifft nichts davon zu? Der Verkauf ist abgeschlossen, es gibt keinen Hinweis auf Warten, und das verfügbare Guthaben hat sich nicht verändert: Mit den gelesenen Dokumenten ist das nicht erklärbar. Über die Ursache zu raten bringt nichts; sammle die Unterlagen für den Support.

Die Reihenfolge ist meine Ordnung und kein Ablaufdiagramm von Valve. Sie beginnt bei dem, was am wenigsten kostet und am klarsten ausfällt: Im Verlauf ist ein Eintrag da oder nicht, und beim Guthaben vergleichst du zwei Zahlen. Einen Hinweistext zu finden, verlangt mehrere Bildschirme und kann unklar bleiben, deshalb steht er an dritter Stelle. Die beiden anderen Beiträge der Website gehen anders vor. Der zum Market Hold beginnt bei der Aktion, die du versucht hast. Der Beitrag zum Guthaben liest den Hinweis zuerst und rechnet danach. Ich habe die Reihenfolge gedreht, weil das Vergleichen zweier Zahlen billiger ist; beide Reihenfolgen prüfen dieselben zwei Dinge, nämlich ob der Betrag vom Beleg im verfügbaren Guthaben steht und ob irgendwo ein Hinweis auf Zurückhaltung auftaucht. Nur dieser Beitrag baut daraus die Einteilung in vier Zustände.

Ein ausgedachtes Beispiel, das keine echte Buchung ist: Dienstag, 23:40 Uhr, die Verkaufs-E-Mail kommt an. Der Verlauf zeigt die Transaktion, auf dem Beleg stehen 1,00 € Erlös, das verfügbare Guthaben ist unverändert, und in der Mail steht ein Absatz, dass der Erlös zurückgehalten wird. Frage 1: ja. Frage 2: nein. Frage 3: ja. Das ist ausstehend. Fehlt in derselben Lage der Absatz, und auch sonst steht nirgends ein Hinweis auf Warten, landest du bei Frage 4.

Eine als ausstehend eingeordnete Zurückhaltung lässt zwei Enden offen. Der Betrag kann zum verfügbaren Guthaben dazukommen, oder, wie die zitierten Mails es als Möglichkeit nennen, der Verkauf wird rückgängig gemacht und der Gegenstand kommt zurück. Ist die genannte Zeit vorbei und du siehst weder das eine noch das andere, stehst du wieder bei Frage 4.

Fremde Verkäufe und zu billig verkaufte Gegenstände: Hier hilft Warten nicht

Vier Zeilen zu Fällen, in denen Warten falsch ist: eine Bestätigungsanfrage, die du nicht angelegt hast (abbrechen, Konto oder Rechner könnten kompromittiert sein), ein Verkauf, den du nicht kennst (Steam-Passwort ändern und das E-Mail-Konto sichern), Codes (der Steam-Support fragt nie nach deinem Authenticator-Code) und ein versehentlich zu billig verkaufter Gegenstand (eine abgeschlossene Markttransaktion lässt sich nicht rückgängig machen)

Die vier Fragen setzen voraus, dass der Verkauf von dir stammt. Wackelt diese Voraussetzung, ist Abwarten die falsche Reaktion.

Liegt in der App oder im Postfach eine Bestätigungsanfrage für einen Handel oder ein Marktangebot, das du nicht angelegt hast, öffne sie und brich sie ab. Valves Seite zu Bestätigungen nennt allerdings nur die ersten Schritte: die Anfrage abbrechen, das Steam-Passwort ändern, auch das E-Mail-Passwort in Betracht ziehen und sich an den Steam-Support wenden, wenn die Anmeldung nicht mehr geht. Der Seite zufolge können Konto oder Rechner kompromittiert sein; diese Warnung folgt in der Seite auf den Hinweis, die Anfrage abzubrechen. Die vollständige Reihenfolge steht in Wenn von deinem Konto ein unbekanntes Angebot gesendet wurde und im Notfallabschnitt von Warum Steam deinen Handel bis zu 15 Tage zurückhält. Eine eigene Reihenfolge setze ich hier nicht daneben.

Dasselbe gilt, wenn eine Verkaufs-E-Mail ankommt und du dich an kein Angebot erinnerst. Valve warnt vor nachgemachten Adressen, schau deshalb in dem Steam, das du selbst geöffnet hast, in den Verlauf. Steht die Transaktion auch dort, ist das ein Grund, eine Kontoübernahme in Betracht zu ziehen. Das ist mein Schluss aus den Seiten, keine Aussage von Valve. Dann gehst du wie bei der Bestätigungsanfrage vor: Steam-Passwort ändern, auch das Passwort des E-Mail-Kontos in Betracht ziehen (so formuliert es Valves Seite zu den Bestätigungen) und den Steam-Support kontaktieren, wenn du dich nicht anmelden kannst.

Abbrechen und Cooldown sind zwei Paar Schuhe. Der 7-Tage-Handelscooldown, den Valve dokumentiert, greift, wenn du einen angenommenen Handel abbrichst, der gerade zurückgehalten wird. Für ein Marktangebot oder einen abgeschlossenen Verkauf beschreiben die gelesenen Seiten keinen solchen Cooldown. Als abbrechbar belegt ist in dieser Lage die Bestätigungsanfrage, die du nicht angelegt hast, und ein Angebot, das noch niemand gekauft hat. Einen Weg, einen bereits verkauften Gegenstand während der Zurückhaltung zurückzuholen, beschreiben die Seiten nicht.

Ähnlich liegt es, wenn du dich über einen zu niedrigen Preis ärgerst. Die Markt-FAQ sagt, abgeschlossene Markttransaktionen seien endgültig, ohne Anspruch auf Erstattung oder Rückabwicklung. Ein Hinweis auf Zurückhaltung gibt dir kein Recht auf Stornierung; er betrifft den Zeitpunkt des Geldes. Dass in den zitierten Mails von einer Rückabwicklung die Rede ist, ändert daran nichts, denn dort ist sie ein Schritt, den Steam gegebenenfalls selbst vornimmt, nicht eine Option für Verkäufer.

Wer nach Authenticator- oder Wiederherstellungscodes fragt oder ein Programm installieren lässt, um die Zurückhaltung „aufzuheben“, kommt nicht vom Steam-Support. Valves Authenticator-FAQ sagt, der Support frage nie nach Passwort oder Authenticator-Code, ein SMS-Wiederherstellungs- oder Entfernungscode gehöre in keine fremde Hand, und Programme, die per Mail oder Chat empfohlen werden, solle man nicht herunterladen und ausführen. Die gleiche Warnung steht in Kann der Steam-Support oder ein Tool eine Zurückhaltung aufheben?.

Bei Verdacht auf gestohlene oder fehlende Gegenstände zeigt das Support-Thema Items ohne Anmeldung einen Eintrag „My items are missing or stolen“. Das Verfahren dahinter setzt eine Anmeldung voraus und war mir nicht zugänglich.

Warten oder den Support fragen: die Entscheidung und die Unterlagen

Entscheidungstabelle mit vier Zeilen: Warten, wenn der Verkauf verzeichnet ist, ein Hinweis auf Zurückhaltung angezeigt wird und die genannte Zeit noch nicht erreicht ist; den Support kontaktieren, wenn der Verkauf verzeichnet ist, kein Hinweis erscheint und das Guthaben nach deinen Prüfungen unverändert bleibt; den Support kontaktieren, wenn die genannte Freigabezeit verstrichen ist, ohne Gutschrift und ohne Rückabwicklung; und aufbewahren: Gegenstand, Zeit, Betrag und den angezeigten Text, niemals Codes oder Kartennummern

Warten ist nur in einem engen Fall richtig: Der Verkauf steht im Verlauf, du hast auf deinem Bildschirm oder in deiner Mail einen Hinweis auf Zurückhaltung gefunden, und der darin genannte Zeitpunkt liegt noch vor dir. Dann planst du mit dem Erlös nicht. Steht eine Frist da, siehst du zu diesem Zeitpunkt einmal nach. Dass häufiges Neuladen des Guthabens etwas beschleunigt, steht in keiner der gelesenen Seiten.

Nennt der Hinweis keinen Zeitpunkt, fehlt dir ein Maß. Die fünf Tage aus der zitierten Mail taugen dann nur als Termin, um Verlauf und Inventar noch einmal zu öffnen. Als Frist für die Anfrage sind sie nicht sicher, weil ein Nutzer 2024 von bis zu einer Woche schrieb. Als Faustregel schlage ich vor: Ist nach etwa einer Woche weder der Betrag verfügbar noch der Verkauf rückgängig gemacht, ist eine Anfrage vertretbar. Auch diese Woche stammt aus dem Bericht eines einzelnen Nutzers, sie ist also eine Kontrolllinie und kein Versprechen.

Es gibt vier Anlässe, den Support anzuschreiben:

1. Der Verkauf ist verzeichnet, es erscheint kein Hinweis auf Zurückhaltung, und das Guthaben bleibt unverändert, nachdem du Konto und spätere Ausgaben geprüft hast. 2. Die in einem Hinweis genannte Freigabezeit ist verstrichen, und weder Geld noch Gegenstand sind zurück. 3. Der Betrag auf dem Beleg und der im Guthaben angekommene Betrag stimmen auch unter Berücksichtigung der Gebühren nicht überein. 4. Du siehst einen Verkauf oder eine Bestätigungsanfrage, die nicht von dir stammen.

Die Punkte 3 und 4 hängen nicht davon ab, wie lange du gewartet hast; mein Rat: melde sie sofort. Bei Punkt 4 beginnst du mit den Schritten aus dem Abschnitt über fremde Verkäufe. Das Support-Thema Community Market hat, wie es ohne Anmeldung aussieht, keine eigene Auswahl für fehlende Erlöse. Wie eine Anfrage nach der Anmeldung zu einem Menschen gelangt und wann eine Antwort kommt, kann ich nicht zusagen.

Für den Text der Anfrage nimmst du das Beispiel für einen Marktverkauf aus Erzähle dem Support den Ablauf einer konkreten Transaktion und ergänzt nur, was dort fehlt: die Uhrzeit mit Zeitzone und den Hinweistext wörtlich, ohne Übersetzung, mit dem Zeitpunkt, zu dem du ihn gelesen hast. Zeigt der Verlauf den Preis des Käufers, schreib ihn neben den Erlös vom Beleg. Passwörter, Authenticator-Codes und Kartennummern hebst du nie auf und schickst sie nie mit. Bevor du einen Screenshot anhängst, kontrolliere deshalb, dass darauf nichts davon sichtbar ist.

Offen bleibt, was ich nicht gesehen habe: wie der Verlauf nach der Anmeldung aussieht und wie ein ausstehender Betrag dort angezeigt wird, wie lange Verkaufserlöse zurückgehalten werden können und nach welchem Maßstab ein Verkauf betroffen ist. Verbindlich ist darum nur, was auf deinem Bildschirm steht. Öffne deshalb jetzt den Marktverlauf, such den Verkauf und schreib die Angaben aus dem Abschnitt „Verlauf und Beleg“ auf. Danach ist meist schon klar, in welche der vier Lagen du gehörst.